Archiv für Juni, 2008

Zeit totschlagen

Hmm. Bis halb zehn muss ich noch irgendwie die Zeit totschlagen, dann kommt meine Mutter und bringt mich zum Bahnhof. Vorher muss ich aber eigentlich nichts mehr erledigen… Nur noch die Meerschweine füttern und mich umziehen.
Tüdelü… Na ja, mittlerweile hab ich mich wenigstens halbwegs wieder eingekriegt und lauf nicht mehr wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend.

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Reisefieber

Whoa. Jetzt hat es mich gepackt. Morgen geht’s los, nach Stralsund. Und irgendwie freu ich mich mittlerweile total drauf. Das Wetter soll auch ganz ordentlich werden. Okay, das ist vielleicht ein bisschen untertrieben.
Montag (wir werden wohl erst mittags ankommen) soll’s ziemlich windig werden, gefühlte 14-19°C. Abends soll sogar noch die Sonne scheinen.
Dienstag soll’s den ganzen Tag sonnig sein, eine Regenwahrscheinlichkeit von 0% und gefühlte Temperaturen von 11-20°C.
Am Mittwoch soll es morgens sonnig und später dann leicht bewölkt sein, dazu gefühlte Temperaturen von 13°C (morgens) bis 23°C (abends).
Donnerstag soll’s dann den ganzen Tag über leicht bewölkt, aber warm (gefühlte 18-25°C) sein. Und hey, das ist vorraussichtlich unser freier Tag, an dem wir machen können, was wir wollen!
Freitag wird’s dann wolkig bei etwa 18°-24°C. Und da fahren wir ja auch schon wieder nach Hause. Natürlich ist mir klar, dass die Wettervorhersage (übrigens von wetter.com) jetzt niemanden interessiert hat, aber ich muss mich irgendwie beschäftigen. Meinen Koffer hab ich fast fertig gepackt, es fehlen nur noch die Zahnbürste und die Tischtennisschläger. Und irgendwie hab ich noch ziemlich viel Platz im Koffer… Vielleicht pack ich noch’n Paar Schuhe, noch mehr Handtücher oder so ein, damit nicht alles durcheinanderfliegt.
Ah, ich bin wirklich irgendwie aufgeregt und nur noch dabei, alles zum tausendsten Mal zu kontrollieren und dämliche Lieder zu summen. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass es eine Klassenfahrt ist? Wahrscheinlich hab ich das vergessen. Na ja, wer mag, kann sich die Jugendherberge ja mal angucken. DJH Stralsund
Also, erwartet bis Freitag Nachmittag erstmal nichts von mir. Eine schöne Woche euch allen!

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Abiturientenentlassung

Und Maxi war doch nicht mit. Weil sein Bus nur nach der vierten fuhr, also dann, wenn die anderen auch Schluss hatten; später abgeholt werden konnte er nicht. Hat er jedenfalls gesagt. Ich glaube, er hatte bloß keine Lust, länger als der Rest zu bleiben. Schade, ich hätte mich wirklich gefreut, wenn er mitgekommen wäre.
Jedenfalls war ich dann eben alleine in der Kirche und bei der eigentlichen Entlassung. Die meisten Reden waren – wie immer – todlangweilig, nur die von unserem Oberstufenkoordinator und den Schulsprechern, die die Schule jetzt auch verlassen, waren gut. Mit Martin und Marsha verliert die Schule echt zwei, die sich total für die Schüler eingesetzt haben. Und erst beim Verteilen der Zeugnisse fiel mir auf, wie viele von den jetzigen Abiturienten ich kenne und die mir irgendwie, ob sie’s wissen oder nicht, was bedeutet haben.
Mira, die immer die „Jugend trainiert für Olympia“-Mannschaften der Mädchen gecoacht hat.
Ineke, die jetzt ein Jahr nach Chile geht und die einfach immer freundlich und für einen da war.
Michael, der „Riese“, der mit im Rugby-Kurs war und mich irgendwie beeindruckt hat.
Lena, die kleine, liebe, fast immer gut gelaunte Partymaus. Schade, dass sie sich im letzten Jahr so verändert hat.
Imke, die trotz ihrer vielen Verletzungen nie den Mut verliert und einen immer aufheitern kann.
Alina, die stille Kämpferin, die anfangs so distanziert und fast schon abweisend war. Ich glaube, dass sie und ich uns ziemlich ähnlich sind, deshalb war mir ihre Anerkennung als gleichwertiges Teammitglied auch so viel wert. Eine große Schwester wie sie hätte ich mir gewünscht.
Drei Jahre noch, habe ich gedacht, dann stehe ich dort vorne. Sind drei Jahre eine kurze oder eine lange Zeit? Eine lange Zeit, wenn man dumme Lehrer und Mitschüler hat, andererseits kommt es mir manchmal vor, als wäre ich erst vor ein paar Wochen aus der Grundschule gekommen. Drei Jahre und dann ist alles anders. Studium, Auslandsjahr, FSJ oder Ausbildung? Ich weiß es nicht. Und wenn man sieht, wie schnell ein Schuljahr vergeht, finde ich das beängstigend.

Ob er wohl heute Abend zum Abiball geht, um mit ihr den letzten Tanz zu tanzen? Und ob sie seine rote Krawatte mag, oder ob sie auch bemerkt, dass die sich mit seinen roten Haaren beißt?

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Abistreiche

Heute waren Abistreiche. Mal wieder genauso originell wie sonst auch – nämlich gar nicht.
Als wir vom Sport kamen, haben wir schon gesehen, dass die Abiturienten die Schule zugeschlossen, den Flur mit Luftballons vollgestopft und den Lehrerparkplatz zugeparkt hatten. Also haben Oli und ich unsere Sachen einfach irgendwo abgestellt und sind zur Eisdiele gegangen. Henne wollte lieber bei den Abistreichen *hust* bleiben. Na denn… Oli und ich haben jedenfalls erstmal schön Eis gegessen und gelabert, Ille, Charly, Carla und Linda kamen später auch noch dazu.
Irgendwann sind wir dann zurückgegangen und haben dabei ausgiebig über Anna gelästert. Anschließend lagen wir dann auf der Wiese im Pausengarten und haben den Abiturienten in ihren bekloppten T-Shirts dabei zugeguckt, wie sie auf einem Treckeranhänger rumgehüpft, Bier getrunken und gesungen haben, während vor dem Wagen die kleinen 5.Klässler, für die die Abistreiche noch was ganz Tolles sind, rumstanden. Seitdem hab ich jetzt ‘nen Ohrwurm von „7 Nation Army „… Unser Deutschlehrer hat dann gemeint, er ließe die Stunde ausfallen und so hatten wir noch eine Stunde länger zum Rumgammeln. Die haben Oli und ich zum Kirschen pflücken genutzt, was heißt, dass Oli auf dem Baum rumgeklettert ist und mir die Kirschen runtergeworfen hat, weil ich nicht unbedingt Lust hatte, da rumzuklettern. Na ja, außerdem hatten wir noch Geschichte, aber es war nur ungefähr die halbe Klasse da, weil einige einfach keinen Bock auf den Lehrer und einen weiteren Film über die Nazizeit hatten.
Als ich ihn nach meinen Englisch- und Geschichtsnoten fragte (als er die gestern bekanntgegeben hatte, war ich ja leider krank *hust*), meinte er „Ja, ja, beides 1.“ Wie er darauf kommt, wüsste ich aber wirklich gerne… Wenn man in der Arbeit ‘ne 2+ schreibt und mündlich auf 2 steht, ergibt das ‘ne 1?! Das ist mir neu… In der letzten hatte der Rest dann noch Mathe, nur wir Katholiken sind zu unserem Relilehrer Eis essen gegangen, das hat schon Tradition. Und weil wir immer recht wenige sind, ist das auch kein Problem.
Nachmittags war ich dann wieder bei der Nachhilfe, das letzte Mal vor den Ferien. Weil David in der letzten Arbeit einen halben Punkt an der drei vorbeigeschrammt ist, gibt’s auch auf dem Zeugnis ‘ne 4+. Na ja. Und Hennes Schwester hat in der Mathearbeit eine drei geschrieben. Find ich gut. Na ja, morgen ist dann Abiturientenentlassungsfeier mit Maxi… Mal sehen.

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