Am Mittwoch ging’s dann rüber nach Rügen, schlafen konnte man auf der Busfahrt leider nicht, weil der Busfahrer die ganze Zeit über erläutert hat, was man sehen konnte… Na ja, wir waren als erstes natürlich an den Kreidefelsen. Das war schon ziemlich beeindruckend, als man erst runtergeguckt hat, dachte man „Na gut, dreißig, vierzig Meter vielleicht…“, aber dann haben wir unten am Strand Leute langgehen sehen, die waren vielleicht winzig… Und dann war’s doch höher als nur vierzig Meter… Anschließend sind wir in eins von diesen kleinen Dörfern mit Hafen gefahren, wo wir alle irgendwo Mittag gegessen haben. Unser Zimmer war mit dem von Charly zusammen in einem Imbiss und es fällt mir immernoch auf, wie ähnlich Charly und ich uns im Grunde sind…
Anschließend ging’s dann zu dem KdF-“Erholungsheim“. 4,5 km Häuser, alle fünf oder sechs Stockwerke hoch. Wir wollten an den Strand gehen, weil das wirklich Sandstrand war (und nicht wie bei uns Sand mit vielen Steinen), aber als wir ankamen, liefen da ein paar nackte Leute rum, was einige doch sehr störte.^^ Also sind wir den Strand weitergegangen, aber da war irgendwann Schluss und man stand nur noch vor einer drei Meter hohen Mauer. Weil wir sowieso nur eine Stunde dort bleiben konnten, weil wir danach noch zu einer Sommerrodelbahn fahren wollten. Na ja, das war dann auch ganz nett, auch wenn wir den Bahnrekord von 45 km/h nicht gebrochen haben.
Aber 39 zusammen mit Henne und 37 mit Oli sind auch schon was.^^
Abends gab es irgendwelche Königsberger Klopse, die ich vorsichtshalber nicht angerührt habe – Kristin war danach schlecht. Selbst die Kartoffeln haben die Jugendherbergsköche versaut, so trocken und krümelig wie die waren… Später waren Oli, Kristin und ich mit noch ein paar anderen wieder an der Steilküste und der Mulde, Carla, Linda und Henne kamen nach, gingen aber recht früh wieder. Auf dem Rückweg hatten Oli und ich dann eine auf das Emo-Gespräch Bezug nehmende Unterhaltung und irgendwie hat die mich traurig gemacht. Natürlich freut es mich, dass Oli mit mir besser reden kann als mit Henne, mir geht es schließlich genauso. Aber die ganze Situation ist für uns alle schwierig, ich weiß wirklich nicht, wie das weitergehen soll…
Oli und Henne waren zusammen im Theater-WPK – das ist jetzt vorbei. Henne und ich wohnen beide im gleichen Ort und spielen zusammen Volleyball, ob ich das im nächsten Schuljahr aber weitermache, weiß ich noch nicht. Und Oli und ich waren/sind die „Lesben“, die sich gemeinsam königlich darüber amüsieren können, wenn die Lehrer ihnen die Geschichte abkaufen, außerdem steht im raum, ob wir irgendwann zusammen zu ihrem Bruder nach Berlin fahren. Eine ist immer über. Und das ist traurig, weil ich beide so gerne mag.