„Und, wie hat es dir gefallen?“ Viel zu gut.
„Ich warte jetzt noch ab, ob die Kurse zustandekommen, aber ich will auf jeden Fall wechseln.“
Jetzt sitze ich hier und will nicht daran denken. Maxi gehört für mich einfach zum normalen Schulalltag dazu, ohne ihn kann ich mir einige Dinge gar nicht vorstellen. Wir haben zwar nie besonders viel zusammen gemacht, aber er war einfach immer da, immer mit dabei.
Na ja, ich glaube, dass nächstes Jahr sowieso vieles anders und teilweise auch besser wird. Schon wegen dem Kurssystem und der Mischung mit dem Jahrgang über uns.
Na ja, es gibt übrigens noch eine gute Nachricht: Herr Sonnenschein hat heute das bestätigt, was Anna mir gestern erzählt hat, ich kann ihn doch als Tutor behalten. Mittlerweile stehe ich dem zwar ziemlich mit gemischten Gefühlen gegenüber, weil es theoretisch sein kann, dass ich ihn dann sechs Stunden die Woche im Unterricht und dann noch außerhalb der Schule sehe und ich befürchte, dass mir das dann irgendwann zuviel werden könnte.
„Ich freu mich“, meinte er und wandte sich dann wieder seiner Aufgabe zu, die kleinen 5.Klässler vom Sportplatz zu vertreiben.
Archiv für Februar, 2009
You have been the one for me.
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I heard you crying loud
Um nicht darüber nachdenken zu müssen,
was mir dein Weggehen wirklich bedeutet,
ertränke ich die Gedanken einfach in lauter Musik.
Ich kann mir das alles hier
ohne dich
gar nicht mehr vorstellen.
Es ist alles so sinnlos, verstehst du?
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Frühlingsregen und Kirschkuchen
Jetzt bin ich schon fast die ganze Woche zu Hause und allmählich wird es verdammt langweilig. Deshalb gehe ich morgen auch wieder hin.
Heute Vormittag hab ich einen mega-leckeren Schokoladen-Kirsch-Kuchen gebacken, dooferweise hab ich mir nur beim Schokoladeraspeln auch den Finger ähm… angeraspelt. Gestern Abend habe ich sogar angefangen, was für das Datenschutz-Referat, das ich mit Kristin in Informatik halten muss, rauszufinden. Ja, so tief bin ich gesunken. Aber diese Langeweile ist einfach unerträglich. Und grade hat Anna mir auch noch eine SMS geschrieben, dass sie mit Herrn Sonnenschein gesprochen hat und dass er gesagt hat, dass ich ihn doch richtig als Tutor behalten kann. Ich will jetzt wissen, was da dran ist und wenn ja, wie er das angestellt hat, unseren Oberstufenkoordinator rumzukriegen.
Na ja, alles gute Gründe, morgen wieder hinzugehen. Außerdem hab ich morgen Nachhilfe und die Anmeldung zur Theaterfahrt am Montag muss ich auch noch abgeben. Hoffentlich haben die mich da überhaupt eingeplant, wo ich so lange nicht da war.
Und Samstag Nachmittag räumen wir vom DRK die Garage auf, das wird wieder kalt, hoffentlich krieg ich dann nicht nochmal eine Erkältung, allmählich reicht’s.
Na ja, ich glaub, ich hol mir noch ein Stück Kuchen.
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Should he stay or should he go?
„Ich stehe wohl grade vor der schwierigsten Entscheidung meines Lebens“, erzählte mir Maxi vor ungefähr einer Woche ganz nebenbei in der Pause vor Französisch.
Gut, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ganz unwichtig ist seine Entscheidung auch nicht. Er überlegt nämlich, ob er nicht doch noch aufs Gymnasium in seinem Ort wechseln soll, eigentlich wäre er bescheuert, wenn er es nicht täte.
Jeden Tag höchstens acht Stunden (hier hat er bis zu elf oder zwölf), keine lange Anfahrt und seine Wunschprüfungsfächer bekäme er höchstwahrscheinlich auch. Englisch, Französisch, Mathe, Geschichte, Spanisch.
Die Leute kennt er dort natürlich auch schon, vom Sport und weil er eben in S. wohnt, außerdem gehen zwei seiner Freunde im nächsten Schuljahr ins Ausland nach Australien bzw. nach England und sind dann sowieso weg…
Warum also sollte er hierbleiben? Wegen unserem gemeinsam erkämpften Französischkurs?
„Ja, das ist so ziemlich das einzige, was dafür spricht, hierzubleiben, das und die Leute. Sonst spricht eigentlich alles dagegen…“
Dienstag war er in S. zur Schule, um sich alles mal anzugucken und muss sich jetzt wohl irgendwann entscheiden…
Ich fänd’s ziemlich schade, wenn er weggehen würde, er gehört für mich zur Schule einfach dazu. Und eigentlich würde ich ihn schon verdammt vermissen.
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