Ich habe in letzter Zeit oft von ihm geträumt, viel zu oft. Er ist und bleibt mein Lehrer – oder, wenn nicht das, so doch zumindest mein Tutor.
Beim ersten Mal trug Herr S. einen Pullover – wie seinen blau-weiß gestreiften, bei dem ich immer an einen Matrosen denken muss – nur mit Streifen in weiß und einem merkwürdigen türkis-grün, das ihm trotz seiner roten Haare sehr gut stand.
Beim zweiten Mal waren wir irgendwo, vielleicht mit der Tutandengruppe und ein paar anderen, vielleicht auch einfach nur ich und die B. Es war Winter und der Schnee lag ziemlich hoch, weiße Flocken rieselten unaufhörlich vom Himmel. Er saß hinter Verena und Jenn auf einem Fahrrad auf dem Gepäckträger, Verena trat in dei Pedale und sie alle lehnten sich gegen den Schneesturm, er hatte die Arme um Jenn gelegt, um nicht herunterzufallen. Irgendwann war ich dann, bloß in ein Handtuch eingewickelt, in einer Art Vorhalle, weil im Dusch- oder Umkleideraum irgendwelche (kleinen?) Jungs waren. Er kam rein und sah mich ganz besonders an, fragte, wieso ich mich denn hier umziehe. Wenn sonst überall die kleinen Kinder sind…
Und heute Nacht war da auch irgendwas mit ihm. Ich weiß bloß nicht mehr, was. Es wird Zeit, dass ich mein Traumtagebuch wieder ordentlicher führe…
Er lässt mich einfach nicht los…