Archiv für Nachtträume

(Ver)wirr(end).

Ich habe in letzter Zeit oft von ihm geträumt, viel zu oft. Er ist und bleibt mein Lehrer – oder, wenn nicht das, so doch zumindest mein Tutor.
Beim ersten Mal trug Herr S. einen Pullover – wie seinen blau-weiß gestreiften, bei dem ich immer an einen Matrosen denken muss – nur mit Streifen in weiß und einem merkwürdigen türkis-grün, das ihm trotz seiner roten Haare sehr gut stand.
Beim zweiten Mal waren wir irgendwo, vielleicht mit der Tutandengruppe und ein paar anderen, vielleicht auch einfach nur ich und die B. Es war Winter und der Schnee lag ziemlich hoch, weiße Flocken rieselten unaufhörlich vom Himmel. Er saß hinter Verena und Jenn auf einem Fahrrad auf dem Gepäckträger, Verena trat in dei Pedale und sie alle lehnten sich gegen den Schneesturm, er hatte die Arme um Jenn gelegt, um nicht herunterzufallen. Irgendwann war ich dann, bloß in ein Handtuch eingewickelt, in einer Art Vorhalle, weil im Dusch- oder Umkleideraum irgendwelche (kleinen?) Jungs waren. Er kam rein und sah mich ganz besonders an, fragte, wieso ich mich denn hier umziehe. Wenn sonst überall die kleinen Kinder sind…
Und heute Nacht war da auch irgendwas mit ihm. Ich weiß bloß nicht mehr, was. Es wird Zeit, dass ich mein Traumtagebuch wieder ordentlicher führe…
Er lässt mich einfach nicht los…

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22.10.2008, Mittwoch

Ich war irgendwie beim Arzt, er hatte eine mehrere Seiten lange Liste mit Untersuchungen da, die er machen wollte. Er wollte mit dem Messen und Wiegen anfangen. Ich stieg auf die Waage und war mehr als schockiert, als ich vor dem Komma eine 11 sah.

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20.09.2008, Samstag

Ich war von Zuhause abgehauen und weggefahren, mit Klamotten im Gepäck. Irgendwann kam ich da, wo ich scheinbar hinwollte, an und stand auf einem großen, weiß gekiesten Parkplatz, der zu einem Internat gehörte.
Irgendwie fand ich mich dann als nächstes in einem Zimmer mit drei anderen Mädels, vier Betten, Schränken etc. wieder; irgendwo im obersten Stockwerk, denn der Raum hatte Dachfenster.
Ich warf meine Sachen auf den Boden neben meinem Bett, darunter die kleine, pinke Baby-Decke und die große blaue Krabbeldecke. Ich lag auf dem Bett, guckte in den bewölkten Himmel und weinte, warum weiß ich nicht.
Die drei Mädels waren total lieb und guckten die kleine pinke Decke mit dem Elefanten an, auf der „Für meine kleine Maus“ stand; darüber musste ich dann doch lächeln.
Später, nachdem ich meine Sachen in dem kleinen Schrank neben meinem Bett verstaut hatte, ging ich über den recht düsteren Gang, nur am einen Ende war ein Fenster, am anderen Ende lag das Treppenhaus (wie in der Grundschule, beim Klassenraum in der dritten) und die Türen waren mit 1-4, 5-8 usw. beschriftet. Ich wohnte in 5-8, das komischerweise an zwei Türen stand.
Später aßen wir alle zusammen, das Essen sah aus wie kleine, abgeschnittene Haiköpfe. Ich fuhr mit den drei Mädels aus meinem Zimmer ins Dorf und sie zeigten mir alles. Als wir zurückwollten, war der Bus (eher eine kleine, grüne Elektrobahn aus Holz, die an die auf Spiekerooh erinnerte) gerade losgefahren. Wir rannten schneller und der Bus hielt nochmal für uns an, blitzte uns aber, weil wir zu spät gekommen waren.
Wieder im Internat gab es schon wieder Essen, draußen auf einer in der Sonne liegenden Terrasse, die in der Mitte ein Dach hatte, sodass jeder sich aussuchen konnte, ob er in der Sonne oder im Schatten sitzen will, ich saß in der Sonne. Die Tische auf de Terrasse waren groß und aus edlem Holz, wie die Stühle, der Boden war rot gepflastert und die Fugen waren hellgrau ausgegossen, sodass kein Unkraut wachsen konnte.
Diesmal gab es Rosinenbrot, Pfannkuchen und irgendeine Suppe.
Es war „Französisches Essen“, was bedeutete, dass wir uns auf Französisch unterhalten sollten, klappte auch ganz gut. Nur einmal warf mir die Leiterin einen strengen Blick zu, weil ich, als ich jemanden versehentlich vollgekleckert hatte, Deutsch gesprochen hatte.
Später kam sie zu mir und meinte, ich müsse meine Mutter anrufen, weil sie das Anmeldeformular nicht unterschrieben hatte, als sie vorhin (während ich im Dorf gewesen war?) dort war. Vielleicht hatte ich auch deshalb geweint?
Sie sagte jedenfalls, dass meine Mutter wahrscheinlich ziemlich sauer gewesen sei und mir deshalb das Internat vermiesen wollte.
Also rief ich vom Handy aus meine Mutter an, entschuldigte mich, sagte, dass ich wahnsinnig gerne bleiben würde, mich schon nach eineinhalb Tagen irgendwie zugehörig fühlen würde, dass die Leute total nett und die Landschaft wunderschön seien, außerdem würde der Französischlehrer hier immer aufgeben, Vokabeln zu lernen, was hieß, dass jeder zehn neue, ihm wichtig erscheinende Vokabeln lernen sollte, was ich viel besser fand als bei Frau Eckhoff (Das mit dem Lehrer hatte mir eins der Mädchen beim Essen erzählt).
Letzten Endes stimmte meine Mutter zu und ließ sich das Formular zuschicken und ich war sowas von glücklich, auf dem Internat bleiben zu dürfen! (+)

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19.09.2008, Freitag

Wir waren mit Anna-Lisa, Katrin und Helmut unterwegs, im Urlaub oder so. Wir wollten eine Bergtour machen, die man nur einzeln machen konnte.
Ich fing an, kletterte einen steilen, sandigen Hang hoch, es war alles sandig, auch der schmale Vorsprung, den ich langgekrabbelt bin, war voll Sand und neben mir fiel es steil ab zum Meer, über dem gerade die Sonne auf- oder unterging.
Als ich die Tour geschafft hatte und sie das zweite Mal machen wollte, sagte ich meiner Mutter, sie solle Anna-Lisa (wenn sie kommen sollte) einfach hinter mir herschicken. Unterwegs stellte ich auf einem kleinen, leicht erhöhten Vorsprung vier hohe Gläser mit Apfelschorle ab und kletterte dann weiter. (+)

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